Art In Digital Space
Bernd Hägermann ist Fotograf in Bremen. Für seine Ausstellung in der Villa Ichon brauchte er eine digitale Präsentation seiner Künstlermappe — nicht als einfache Slideshow, sondern als begehbaren Raum. Nicht nur die Software, auch der Kiosk selbst wurde von Hand gebaut: ein physisches Objekt, das die digitale Präsentation in den Galerieraum einbettet.
Jahr
2011
Kunde
Villa Ichon / Bernd Hägermann
Meine Rolle
Konzeption, Design, Entwicklung, Motion Design
Leistungen
UI/UX Design
Motion Design
Development
Interior Design
Interactive Design
Spatial Navigation Concept
iPad Installation
Kiosk-Bau
Content Architecture
Projekt Beschreibung
Der Ansatz war eine räumliche Navigation: Der Betrachter orientiert sich in einem virtuellen Raum und bewegt sich intuitiv zwischen den Arbeiten. Die gesamte Installation wurde in HTML5, CSS3 und JavaScript umgesetzt — bewusst ohne native App, damit Updates und Anpassungen direkt möglich waren. Animationsübergänge zwischen den Ansichten schaffen Orientierung und unterstützen das räumliche Konzept.
Das Ergebnis funktionierte als eigenständiges Exponat innerhalb der Ausstellung: ein digitaler Kiosk, der die physische Mappe ergänzt, ohne mit ihr zu konkurrieren.
Räumliche Navigation
Konzept
Die Navigation orientiert sich an der Raummetapher: Der Betrachter steht in einem virtuellen Galerieraum und wählt Arbeiten durch Gesten. Kein Menü, keine Thumbnails — stattdessen eine räumliche Logik, die intuitiv funktioniert. Animierte Übergänge vermitteln Tiefe und Position innerhalb der Sammlung.
Vom Entwurf zum Objekt
Kiosk-Bau
Der Kiosk entstand als Einzelanfertigung in Holzbearbeitung — zugeschnitten auf die Galeriesituation in der Villa Ichon. Das iPad wurde so integriert, dass es als Teil des Objekts wahrgenommen wird, nicht als aufgesetztes Gerät. Proportionen, Höhe und Neigungswinkel orientierten sich an der typischen Betrachtungssituation: stehend, in einer Ausstellung, ohne Stuhl oder Tisch.
Technik & Umsetzung
HTML5 & CSS3
Die Entscheidung gegen eine native App war bewusst: HTML5 und CSS3 ermöglichten schnelle Iterationen und direkte Anpassungen vor Ort. CSS-Transitions und JavaScript steuern die räumlichen Übergänge. Die gesamte Anwendung läuft im Vollbildmodus als Kiosk-Installation — ohne sichtbare Browserelemente, ohne Ablenkung von den Arbeiten. Das System startete und beendete sich automatisch zu den Öffnungszeiten der Galerie. Die webbasierte Architektur ermöglichte zudem die Fernwartung: Inhaltsaktualisierungen und Fehlerbehebung waren ohne Vor-Ort-Zugriff möglich.
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